August Kömpel

 

August Kömpel

Im 19. Jahrhundert war der Musiker August Kömpel aus Brückenau weit und breit bekannt. Er war 1831 geboren und hatte bei dem Violin-Virtuosen Louis Spohr in Kassel studiert. Durch Spohrs Vermittlung erhielt Kömpel 1849 eine Stelle als Geiger in der Hofkapelle in Kassel. 1852 wurde er in die Hofkapelle nach Hannover berufen, wo er bis 1861 wirkte. Er unternahm erfolgreiche Konzertreisen nach Leipzig, Brüssel, Paris und London. 1861 hielt sich August Kömpel einige Zeit in Holland auf. 1863 erhielt er einen Ruf nach Weimar als Konzertmeister der Hofkapelle. Hier wirkte er erfolgreich 21 Jahre lang. Auch von hier aus unternahm er Konzertreisen, u.a. im Winter 1866/67 nach Paris. 1884 trat Kömpel in den Ruhestand. Er starb am am 7. April 1891, knapp 60-jährig. Sein Bruder Valentin Kömpel hatte ebenfalls einen guten Ruf als Musiker: Er war anerkannter Klarinettist und Militärmusiker in Würzburg.

August Kömpel hat für die Ausbildung seiner bedeutenden Virtuosität drei grosse Lehrer gehabt, welche ihm den Erfolg sicherten: Spohr, dessen Lieblingsschüler er war, Ferdinand David in Leipzig und Joseph Joachim in Hannover.

Er ist am 15. August 1831 in Brückenau (Bayern) geboren und erhielt den ersten Musikunterricht von seinem Vater. Dann besuchte er die Musikschule in Würzburg. Hierauf nahm ihn Spohr in Kassel auf, wo er die eigentlichen höheren Studien machte. Von Kassel ging er nach Leipzig, später nach Hannover, stets mit Eifer und Ernst studirend. In Kassel erhielt er durch Spohr Anstellung als erster Violinist in der kurfürstlichen Kapelle, unternahm mehrere Konzertreisen und wurde 1867 als Konzertmeister der grossherzoglichen Hofkapelle zu Weimar angestellt. Hier wirkte er zugleich als Lehrer seines Instruments und übernahm in dem dort bestehenden ausgezeichneten Streichquartett die Bratsche.

Kömpel war wohl der letzte, den man recht eigentlich als Schüler Spohr’s bezeichnen konnte und sein Vortrag Spohr’scher Konzerte war noch in seinen letzten Lebensjahren ein meisterhafter.

Malsburg, Karoline von der

Lebensdaten unbekannt (1. Hälfte 19. Jh.)

Biographie
Karoline von der Malsburg war die Gattin von Wilhelm Otto von der Malsburg, dem Oberhofmarschall König Jérômes, der bei Kurprinz Friedrich Wilhelm wegen seiner demokratischen Gesinnung 1848 in Ungnade gefallen war. Mit ihm bewohnte sie eine Stadtwohnung im Arnold’schen Haus am Wilhelmshöher Platz (heute Brüder- Grimm-Platz) und das Gut Eichenberg nördlich von Kassel. In ihrem Salon verkehrten der ihr aus Gothaer Jugendzeit bekannte Komponist und Hofkapellmeister Louis Spohr und andere bedeutende Persönlichkeiten des Musik- und Kunstlebens. Sie engagierte sich tatkräftig für mittellose Musikschüler Spohrs. Als Pianistin und Malerin gleichermaßen begabt, schuf sie vornehmlich Porträts aus ihrem Freundeskreis.

Porträt des Geigers August Kömpel als Knabe Material: Leinwand
Maße: 59 x 50,3 cm
Datierung: 1843 – 1845

Provenienz: erworben 1933 von Konrad Strauss, Berlin Inv.-Nr.: LM 1933/313

Halbfigur des etwa zehnjährigen Knaben, der mit dem Stimmen seiner Geige beschäftigt ist. Er trägt eine dunkle Jacke und ein weißes Hemd. Auf einem Tischpult vor ihm liegt eine Flöte vor dem Titelblatt des 2. Violinkonzerts von Louis Spohr (1803). Das Ambiente sowie die gedämpfte Farbigkeit von Weiß, Braungold und Grün bis zu warmem Schwarzgrau geben dem Kinderbildnis einen ungewöhnlichen Ernst. Das Porträt, welches lange Zeit als Darstellung des Jean Joseph Bott (1826-1895) galt, wurde 1983 als Kinderbildnis des bereits als Knabe außerordentlich talentierten Geigers August Kömpel (1831-1891) identifiziert. Dieser war seit 1844 Schüler Louis Spohrs und später Mitglied der Hofkapelle in Kassel und Hannover (freundlicher Hinweis von Herfried Homburg, Spohr-Archiv Kassel, aufgrund eines unveröffentlichten Briefwechsels Karolines von der Malsburg und eines späteren Fotos von Kömpel).

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